21. April 2018 | Anmelden
 
 

Broadcasting & Distribution

Next Gene­ra­ti­on Net­works (NGN)

Ziel ist es, die im Pro­jekt invol­vier­ten Über­tra­gungs­tech­ni­ken und -net­ze (DVB, Mobil­funk, IP-Netz) auf IP-Ebe­ne zu einer Kon­ver­genz zu füh­ren. IP-Daten­pa­ke­te müs­sen pro­blem­los zwi­schen die­sen Net­zen ver­sen­det und wei­ter­ge­lei­tet wer­den. Zu die­sem Zweck sol­len Schnitt­stel­len und Ebe­nen erforscht wer­den, die ein NGN-Frame­work ermög­li­chen. Dazu gehö­ren Media Gate­ways zur Kop­pe­lung ver­schie­de­ner Über­tra­gungs­net­ze, Signal­ling Gate­ways spe­zi­ell für Tele­fon­net­ze sowie eine Kon­troll­ebe­ne, auf der die Zuord­nung von IP-Pake­ten inner­halb der NGN-Struk­tur statt­fin­det. Das setzt die Eta­blie­rung eines offe­nen, sys­tem­über­grei­fen­den Pro­to­kolls vor­aus.

Für die Rea­li­sie­rung von IP-basier­ten Medi­en­diens­ten soll die Anbin­dung des NGN-Frame­works an eine IP-Data­cas­ting-API (Arbeits­pa­ket IPS) erfol­gen, sodass Inhal­te über ver­schie­de­ne Netz­wer­ke ange­bo­ten wer­den kön­nen und eine Nut­zer­inter­ak­ti­on durch Rück­ka­nal­fä­hig­keit ent­steht. Aspek­te wie Qua­li­ty of Ser­vice spie­len eine wich­ti­ge Rol­le und wer­den daher im NGN ana­ly­siert und opti­miert. Als spe­zi­el­ler Anwen­dungs­fall eines IP-basier­ten Medi­en­diensts sol­len Kon­zep­te für soge­nann­te Loca­ti­on Based Ser­vices, mit vom Stand­ort des Nut­zers abhän­gi­gen Inhal­ten, erstellt und getes­tet wer­den.

IP-Based Ser­vices (IPS)

Ers­tes Haupt­ziel ist die Unter­su­chung von semi- oder voll­au­to­ma­ti­schen (Re)Encoding-Mechanismen zur Schaf­fung von ein­heit­li­chen und ein­fa­chen Play-In-/-Out-Sze­na­ri­en, wel­che im Rah­men einer Aus­strah­lung von Medi­en­diens­ten auf IP- oder DVB-Basis zum Ein­satz kom­men. Die­se sol­len mit­tels einer zu imple­men­tie­ren­den und zu tes­ten­den Reen­co­ding-API ein­fach in die Pra­xis umge­setzt wer­den kön­nen. Spe­zi­ell für IP-basier­tes Strea­ming soll dazu auf Basis die­ser API eine Strea­ming-Ser­ver-API auf­ge­setzt wer­den, die in den Berei­chen Uni- und Broad­cast ope­rie­ren kann.

Zwei­tes Haupt­ziel ist die Erschlie­ßung von Mög­lich­kei­ten für den Betrieb von IP-Data­cas­ting, also von IP-basier­ten Medi­en­diens­ten über Funk­net­ze wie DVB-H. Ange­fan­gen vom Elec­tro­nic Ser­vice Gui­de, dem „Inhalts­ver­zeich­nis“ eines Medi­en­dienst-Ange­bo­tes, über die eigent­li­che Grund-API bis hin zu spe­zi­el­len Dienst­kon­zep­ten für IP-Data­cas­ting, soll ein durch­gän­gi­ges Frame­work kon­zi­piert, imple­men­tiert und getes­tet wer­den, das Medi­en­dienst­leis­tern Mög­lich­kei­ten für die Ent­wick­lung eige­ner Data­cas­ting-Ange­bo­te schafft. Dabei flie­ßen die Erkennt­nis­se aus NGN und BRO ein. Als spe­zi­el­les IP-Data­cas­ting-Kon­zept sol­len Per­son Based Ser­vices, also indi­vi­du­el­le, auf den Nut­zer abge­stimm­te Medi­en­an­ge­bo­te, unter­sucht wer­den.

Digi­tal Broad­cas­ting (BRO)

Im Bereich „Digi­tal Broad­cas­ting“ wird zunächst der grund­le­gen­de Betrieb einer digi­ta­len ter­res­tri­schen Sen­de­an­la­ge rea­li­siert. Ver­schie­de­ne Play­out-Sze­na­ri­en wer­den durch Ein­spei­sung unter­schied­li­cher Medi­enst­rö­me auf Zweck­mä­ßig­keit hin erprobt. Zusätz­lich zum Basis-Sen­de­stan­dard DVB-T wer­den Metho­den für die Ein­bin­dung von mobi­len DVB-H-Diens­ten imple­men­tiert und getes­tet.

Dar­auf auf­bau­end wer­den erwei­ter­te Aspek­te des IP-Data­cas­tings unter­sucht. Für die Her­stel­lung von Benut­zer­inter­ak­ti­vi­tät wer­den inno­va­ti­ve Rück­ka­nal-Struk­tu­ren (ins­be­son­de­re im Mobil­funk­be­reich) erprobt. Die­se sol­len Ein­gang in eine ein­heit­li­che IP-Data­cas­ting-API (s. Arbeits­be­reich IPS) fin­den. Hier wer­den ins­be­son­de­re auch Aspek­te wie Nut­zer­au­then­ti­fi­zie­rung und Indi­vi­dua­li­sier­bar­keit von Diens­ten bear­bei­tet. Für die Kennt­lich­ma­chung und Beschrei­bung von Diens­ten (ins­be­son­de­re Video-/Au­dio-Diens­te) ist die Imple­men­tie­rung eines EPG-Edi­tors vor­ge­se­hen, der anhand der Sen­de­an­la­ge erprobt wer­den soll. Als Abschluss des Pro­jek­tes wer­den Rück­ka­nal­über­tra­gun­gen über alter­na­ti­ve (mög­li­cher­wei­se ein­fa­che­re und kos­ten­güns­ti­ge­re) Wege unter­sucht und exem­pla­risch erprobt.

 
 
Projektgeber
Projektnehmer
Technische Universität Chemnitz sachsMedia ist eine Initiative der Professur Medieninformatik der TU Chemnitz
Kontakt
Dipl.-Inf. Jens Kürsten
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Informatik
Professur Medieninformatik
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz