21. April 2018 | Anmelden
 
 

Technische Ausstattung

Analyse-Rechencluster-RAID-Verbundsystem

Analysecluster sachsMediaDer Clus­ter­ver­bund, bestehend aus 24 Rech­nern, aus­ge­stat­tet mit moder­ner Quad-Core-Tech­no­lo­gie und Gra­fik­kar­ten der neu­es­ten Gene­ra­ti­on kann die Vor­aus­set­zung schaf­fen, hoch­kom­ple­xe rechen- und spei­cher­platz­in­ten­si­ve sta­te of the art-Ver­fah­ren zur Merk­mal­sex­trak­ti­on und zur auto­ma­ti­schen Seg­men­tie­rung im Bereich der Video- und Audio­ana­ly­se inner­halb des Pro­jek­tes zu imple­men­tie­ren, erschöp­fend zu eva­lu­ie­ren und wei­ter zu ent­wi­ckeln.

Der Clus­ter unter­teilt sich in zwei Kom­po­nen­ten. Das Hoch­leis­tungs­seg­ment dient mit sei­nen 12 Kno­ten und sei­ner extre­men Rechen­leis­tung der Unter­su­chung und Eva­lu­ie­rung kom­ple­xes­ter Algo­rith­men. Das mitt­le­re Leis­tungs­seg­ment stellt mit den ver­blei­ben­den 12 Kno­ten den Mit­ar­bei­tern des Pro­jek­tes eine Umge­bung zur Ver­fü­gung, die die Ent­wick­lung ver­teil­ter Algo­rith­men beson­ders unter­stützt. Gleich­sam bie­tet es als Test-Bed und Platt­form Stu­die­ren­den die Mög­lich­keit, im Pro­jekt­rah­men ent­wor­fe­ne Algo­rith­men zu erfor­schen und aus­zu­wer­ten. Dabei sol­len vom Nut­zer benö­tig­te Kno­ten dyna­misch allo­ziert wer­den kön­nen.

DVB-T/H-SFN-Sendeanlage

Technik: Antennenanlage am Standort StraNa62Technik: Sender-Rack am Standort Straße der NationenFür die Erpro­bung digi­ta­ler Dis­tri­bu­ti­ons­sze­na­ri­en und der Kopp­lung digi­ta­len Fern­se­hens mit Next Gene­ra­ti­on Net­works betreibt das Pro­jekt sachs­Me­dia einen DVB-T/H-Test­sen­der­ver­bund. Die­ser ist inner­halb von Chem­nitz räum­lich ver­teilt, um die bei­den Uni­ver­si­täts­stand­or­te Rei­chen­hai­ner Stra­ße und Stra­ße der Natio­nen abzu­de­cken.

Die Ver­sor­gung erfolgt durch zwei Anten­nen­an­la­gen, wel­che bei einer effek­ti­ven Sen­de­leis­tung von 200W (ERP) betrie­ben wer­den. Deren Spei­sung erfolgt zen­tral aus­ge­hend von der Stra­ße der Natio­nen über das Uni­ver­si­täts-Cam­pus­netz. Ins­be­son­de­re ist dabei die Not­wen­dig­keit zeit­li­cher Syn­chro­ni­sa­ti­on zur Eta­blie­rung eines Sin­gle Fre­quen­cy Net­works (SFN) zur Umge­hung stö­ren­der Inter­fe­ren­zen und einer effi­zi­en­te­ren Nut­zung der Sen­de­leis­tung zu nen­nen. Das Signal ist je nach Betriebs­art mit her­kömm­li­chen DVB-T/H-Emp­fän­gern im grö­ße­ren Umkreis von Cam­pus und Stadt­zen­trum auf der Fre­quenz 738 MHz zu emp­fan­gen.

Die­se Kon­zep­ti­on ermög­licht die Erpro­bung der Über­tra­gung von per­so­nen- und orts­ba­sier­ten Diens­ten. Durch eine Kopp­lung der Anla­ge mit Netz­werk­ar­chi­tek­tu­ren der Uni­ver­si­tät und des Pro­jek­tes kön­nen Unter­su­chun­gen im Bereich Kon­ver­genz hybri­der Net­ze bewerk­stel­ligt wer­den.

DVB-H-Labor-Sendeanlage

Technik: Enensys DVB-H-LabkitNach der Defi­ni­ti­on mobi­ler Broad­cast-Sze­na­ri­en wer­den Unter­su­chun­gen im Bereich der Signa­li­sie­rung in hete­ro­ge­nen Net­zen unter rea­len Bedin­gun­gen sowie der Medi­en­per­so­na­li­sie­rung durch­ge­führt. Eben­so las­sen sich vor­ge­se­he­ne orts­ba­sier­te Diens­te eva­lu­ie­ren, indem Emp­fangs­ge­rä­te in klei­ner dimen­sio­nier­ten und teil­wei­se von­ein­an­der unab­hän­gi­gen Sen­de­zel­len (ermög­licht durch SFN-Prin­zi­pi­en in Kom­bi­na­ti­on mit DVB-H-Para­me­tern der Sen­de­tech­nik) im Feld­test betrie­ben wer­den.
Die Anla­ge besteht aus fol­gen­den Kom­po­nen­ten:

  • Elec­tro­nic Ser­vice Gui­de (ESG) Ser­ver zur Dienst­si­gna­li­sie­rung im Sen­de­strom
  • H.264-Encoder zur hard­ware­be­schleu­nig­ten (Echtzeit-)Videocodierung
  • DVB-H-IP-Encap­su­la­tor zur Ein­bin­dung von IP-Daten­pa­ke­ten in den DVB-kon­for­men Signal­strom unter Beach­tung von zeit­kri­ti­schen Para­me­tern
  • DVB-H-SFN-Adap­ter zur Syn­chro­ni­sa­ti­on meh­re­rer Sen­de­an­la­gen auf glei­cher Sen­de­fre­quenz mit­tels GPS
  • MPE­G2-to-IP- und IP-to-MPE­G2-Adap­ter für den fle­xi­blen Trans­port der sen­de­fä­hi­gen Signal­strö­me vom Stu­dio zum Sen­der über ein IP-basier­tes Daten­netz (Inter­net)
  • DVB-H-SFN-Modu­la­to­ren für die syn­chro­ni­sier­te Fre­quenz­mo­du­la­ti­on der aus­zu­strah­len­den Signal­wer­te

DVB-T/H-Messpark

Technik: MessparkMit Hil­fe des modu­la­ren Mess­parks kön­nen MPEG-2-Trans­port­strö­me (TS), wel­che Video-, Audio- und wei­te­re Daten-Diens­te ent­hal­ten, gene­riert, über­wacht, auf­ge­zeich­net und nach erfolg­ter Aus­strah­lung ana­ly­siert wer­den. Kom­po­nen­ten sind dabei ein Gene­ra­tor-/Re­kor­dermo­dul zur Erzeu­gung, Auf­nah­me und Aus­ga­be von TS sowie ein Ana­ly­se­mo­dul zur Unter­su­chung aus­ge­strahl­ter TS.

Wich­ti­ge Signal- und TS-Para­me­ter bzw. Struk­tur­än­de­run­gen wer­den vom Ana­ly­se­mo­dul gemes­sen, (auf Wunsch gefil­tert) aus­ge­ge­ben und an spe­zi­fi­sche Alarm­mel­dun­gen bzw. War­nun­gen geknüpft. Eben­so ist ein ver­tief­ter Ein­blick in Zusam­men­set­zung und Kon­sis­tenz aus­ge­strahl­ter ele­men­ta­rer MPE­G2-Video­strö­me sowie von in den TS ent­hal­te­nen Daten­struk­tu­ren bzw. -diens­ten mög­lich. Das Gene­ra­tor­mo­dul ver­fügt über reich­hal­ti­ge Mess­strom-Biblio­the­ken aus den Berei­chen MPEG-2, MPEG-4/AVC/H.264 und DVB-H.

DiSA — Digitale Broadcast Automation

Das Play­out-Auto­ma­ti­sa­ti­ons­sys­tem bil­det die Schnitt­stel­le zwi­schen dem Fern­seh­stu­dio und der Sen­de­tech­nik, wodurch sich ein naht­lo­ser Über­gang von der digi­ta­len Pro­duk­ti­on bis zur Erstel­lung des Pro­gramm­ab­laufs ergibt. Sowohl Live- als auch vor­rä­ti­ge Medi­en­in­hal­te kön­nen hier orga­ni­siert, mit Sen­de-Meta­da­ten ange­rei­chert und bei Bedarf zeit­ge­steu­ert zur Aus­strah­lung gebracht wer­den. Zusätz­lich sind IP-basier­te Play­out-Sze­na­ri­en rea­li­sier­bar.

Fernsehproduktions-Studio

Fernsehstudio im Bau

Der­zeit noch im Bau befind­lich.

Durch die Kopp­lung der digi­ta­len Pro­duk­ti­on im Stu­dio an Sen­de- und Archi­vie­rungs­tech­nik kön­nen alle im Pro­duk­ti­ons­work­flow eines Fern­seh­sen­ders beinhal­te­ten Schrit­te im Pro­jekt­rah­men abge­bil­det und getes­tet wer­den. Durch die Kopp­lung des Stu­di­os an den instal­lier­ten Sen­der­ver­bund wird eine Erfor­schung von inter­ak­ti­ven Fern­seh­in­hal­ten mög­lich. Zusätz­lich kön­nen durch die Pro­duk­ti­on einer inter­ak­ti­ven Live-Sen­dung im Test­stu­dio auch die Mög­lich­kei­ten zur Echt­zeit-Anwen­dung der Anno­ta­ti­ons- und Retrie­val­kom­po­nen­ten eines digi­ta­len Video­ar­chivs im Stu­dio­ein­satz unter­sucht wer­den.

 
 
Projektgeber
Projektnehmer
Technische Universität Chemnitz sachsMedia ist eine Initiative der Professur Medieninformatik der TU Chemnitz
Kontakt
Dipl.-Inf. Jens Kürsten
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Informatik
Professur Medieninformatik
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz